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Wenn scheinbar alle schummeln, was heißt das für die globalen Emissionen? „Das weltweite Bild ist mehr oder weniger korrekt“, sagt William Lamb vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. 42 Milliarden Tonnen CO₂ plus minus, dazu knapp 380 Millionen Tonnen Methan – so hoch waren die globalen Emissionen im vergangenen Jahr. Lamb ergänzt: „Auch wenn Länder nicht richtig berichten, haben wir dennoch aussagekräftige Daten“. Bislang mangelt es aber an der klaren Zuordnung und Unsicherheiten bleiben bestehen. Unsicherheiten, die durch glaubwürdigere Berichte und bessere Kontrollen verringert werden können.
Plattformen wie Climate Trace setzen genau da an. Wenn man Emissionen den genauen Quellen zuordnet, kann sich keiner mehr verstecken. Wissenschaftler und NGOs fordern, dass Staaten diese modernen Datenquellen als neuen, weltweiten Standard nutzen – sowohl für sich selbst als auch zur Kontrolle von Unternehmen.
Was verrät also der Blick in die Klimabilanzen? Viele Länder und Unternehmen tricksen und überlassen Pippi Langstrumpf die Buchführung, andere nutzen die laschen Regeln aus. Doch dank Satelliten und KI können Forschende immer genauer nachweisen, wo die Zahlen nicht stimmen. An alle heimlichen Raucher da draußen: Wir durchschauen eure Tricks!
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