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Ferienzeit, Baustellenzeit, kennt man ja. Damit eine Unterhaltung noch halbwegs möglich ist, muss Martina Eier erstmal die Fenster schließen. Draußen buddelt ein Bagger einen alten Öltank aus. Und nebenan sind Handwerksleute damit beschäftigt, Regale für Lehrmittel transportfähig zu machen. Die Schulleiterin am Sonderpädagogischen Förderzentrum im oberfränkischen Forchheim ist froh, dass die Arbeiten nicht auf die Schulzeit fallen. Und sie ist froh, dass es läuft – denn am Ende wird alles besser, dazu später.
Seit 1. August hat nun auch der Freistaat Bayern seine Sommerferien. Der seit jeher späte Beginn ist bundesweit gelernt und bundesweit beäugt, aber eben eine Extraweißwurst, die zur bayerischen DNA gehöre und damit indiskutabel sei, wie Markus Söder neulich zu verstehen gab. Man kann sich daran abarbeiten, aber in klimatischer Hinsicht tut der späte Ferienbeginn wenig zur Sache. Die Hitzewellen kommen halt, wann sie wollen, zuletzt eher früh als spät: „Gehäuft, kann man sagen, sind sie im Mai, Juni oder auch Juli aufgetreten, eben vor unseren Sommerferien“, erinnert sich Martina Eier. Gerade die Juni-Hitze hatte es dieses Jahr in sich, zu einer Zeit, die an Eiers Schule als sehr lern- und arbeitsintensiv gilt.
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