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Wenn bei 22 Grad erbarmungslos die Sonne knallt, hat das den Vorteil, dass auf der Baustelle nicht so viel Matsch ist wie sonst im Herbst. So wie heute, am Rheinhafen, im Kölner Stadtteil Niehl. Die Sonne ist an diesem Oktobermontag Deutschlands größter Energielieferant und verrückterweise wäre deshalb ausgerechnet heute ein guter Tag zum Wärmemachen. „Hinter diesen Stahlplatten ist das Hafenbecken, das Hafenwasser. Das ist eine dichte Bauwanne jetzt gerade, Pfahl neben Pfahl, das ist alles wasserdicht ausgeführt.“ Armin Ehret steht vor einem Bauloch, tief genug, dass man nicht reinfallen möchte. Ab 2028 soll an genau dieser Stelle die Wärme aus Deutschlands größtem Fluss angezapft werden.
50.000 Haushalte – so viele wie in einer kleinen Großstadt – ist so die Dimension, mit der man von hier aus mal Menschen mit Wärme versorgen kann, erklärt Ehret, Bereichsleiter Kraftwerke bei Rheinenergie. Der Energielieferant, der die Idee der Wärmepumpe ja sozusagen im Namen trägt, baut seit Sommer, nach jahrelanger Planung. 280 Millionen Euro werden investiert, das Projekt wird erheblich vom Bund gefördert und wäre ohne die Zuschüsse nicht wirtschaftlich. Die Einzelteile werden übrigens in Deutschland gefertigt, teilweise im Ruhrgebiet um die Ecke. 100.000 bis 150.000 Tonnen CO₂ soll die Riesenwärmepumpe jedes Jahr einsparen, wenn sie fertig ist.
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