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Für die Menschen im Tal geht es um mehr als um einen gesperrten Wanderweg. Größere Sturzereignisse können Straßen, Seilbahnen oder Gebäude zerstören. Deshalb sind auch funktionierende Frühwarnsysteme, Schutzdämme oder andere technische Maßnahmen wichtig, erklärt der Schweizer Huggel. Die hätten aber Grenzen – und müssen wirksam und finanzierbar sein.
„Wenn man in Zukunft sieht, Maßnahmen sind nicht mehr wirksam oder schlicht einfach zu teuer, dann muss man sich auch überlegen, ob man Teile von Siedlungen umsiedeln muss oder Infrastruktur an anderen Orten aufbauen.“ Huggel verweist auf Erfahrungen in der Schweiz: Umsiedlungen seien aufwendig und für Betroffene schmerzhaft, könnten aber auch eine neue Perspektive eröffnen, wenn es gute Alternativen gebe.
Die Menschen in den Bergen treffen solche Szenarien nicht völlig unvorbereitet. „Wir haben Gott sei Dank gerade im Alpenraum hier sehr viele Jahrhunderte an Übungen im Umgang mit den Naturgefahren“, sagt Gletscherforscherin Fischer. Warnsysteme, Sperrungen und der Umgang mit Lawinen seien etabliert. Was sich ändern müsse: Diese Erfahrungen müssten noch stärker auf sommerliche Gefahren wie Felsstürze übertragen werden. Fischer sieht dafür gute Voraussetzungen: „Im Alpenraum selbst hält sich die Aufregung darüber eigentlich sehr in Grenzen, weil wir, die wir hier leben, uns ja sehr wohl bewusst sind, dass wir hier im Schatten der Berge leben und uns nach den Bergen richten müssen.“
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