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Was überall gilt: Stadtbäume haben es tendenziell schwerer als ihre Genossen auf dem Land. „Da sind Rohre im Boden, das sind Leitungen im Boden. Sprich, der Wurzelraum per se ist schon mal eingeengt, dann ist oben drüber viel versiegelt“, erklärt Sonja Knapp. Bei Niederschlag gehe ein guter Teil an die Kanalisation, statt im Boden zu versickern. „Dazu kommt dann noch, dass der Boden besonders im Straßenbereich sehr stark verdichtet ist, weil da viele Menschen drüberlaufen, weil Fahrzeuge drüberfahren.“
Trotz vielerorts steinharter Baumscheiben ist es naheliegend, da mal einen Eimer Wasser draufzukippen. Sonja Knapp gibt zu bedenken, dass auch ein junger Baum fünfzig bis hundert Liter Wasser pro Woche braucht. Das sind dann gern zehn Eimer Wasser pro Baum, idealerweise in einem Rutsch, damit nicht gleich alles verdunstet – und idealerweise mit einer Hacke im Gepäck, um den Boden aufzulockern. Sonja Knapp macht klar, dass dieses Engagement kein Allheilmittel ist: „Will man die hundert Liter aus der Wohnung runtertragen? Also ich denke, wir müssen letztlich an anderen Stellschrauben ansetzen.“ Das Prinzip der Schwammstadt etwa setzt auf weniger Versiegelung, speichert wertvolles Regenwasser, schützt vor Überschwemmung und kann Stadtbäumen, aber auch gegen Hitze helfen.
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