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Während man im Bereich der Mittelelbe bemüht ist, Nebenflüsse besser anzuschließen und Auenbäche in einer größeren Fläche wieder fließen zu lassen, hat man am Rhein mit ganz anderen Herausforderungen zu kämpfen. Auenforscher Florian Wittmann sagt, zu wenig Grundwasser sorgt hier für zusätzlichen Stress. Das große Problem: Der Fluss ist künstlich begradigt worden. Das sorge für mehr Tiefe und den Abfall des Grundwassers. Gleichzeitig fließt der Fluss sehr schnell, so Wittmann.
„Das würde ganz anders aussehen, wenn er nicht begradigt wäre. Bei uns hätten wir zum Beispiel eigentlich ein verflochtenes Flusssystem – also ganz viele kleinere Kanäle.“ Wäre diese Landschaft noch natürlich, würden breite Auen das Wasser halten und speichern, erläutert Wittmann. „Unser gesamtes Wasser fließt eigentlich sehr viel schneller ins Meer ab, als es eigentlich sollte und genau das ist jetzt mit dem zunehmenden Klimawandel unser Problem.“
Die Auwälder haben also Durst und werden gleichzeitig inmitten der Klimaerwärmung dringend gebraucht. Deshalb sind Naturschutzverbände, Forschende und Teile der Politik durchaus um ihre Revitalisierung bemüht. Doch: „Das Ganze ist nicht über Nacht machbar“, sagt Auenforscher Scholz. „Die großen Vorhaben, die wir hier in Deutschland haben am Rhein, Donau oder auch an der Elbe und hier in Leipzig, das hat zum Teil Jahrzehnte lange Vorarbeit und Überzeugungsarbeit gekostet.“
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