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Dass Mieterinnen und Mieter im Nachteil sind, sieht aber auch Anna Wolff vom Deutschen Mieterbund. „Sie haben per se weniger Handlungsmöglichkeiten als Immobilieneigentümer, können nicht einfach eine Markise installieren und auch nicht das Gebäude isolieren.” Hinzu kommt, dass sich nun an vielen Orten die autofreundliche Stadtplanung der Nachkriegszeit rächt. „Bis zu 70 Prozent der Bevölkerung von Großstädten sind Mieterinnen und Mieter”, sagt Wolff. „Gerade dort, wo es viele verdichtete Flächen gibt, haben wir ein Hitzeschutzproblem. Es wärmt sich über den Tag auf. In der Nacht fehlen Frischluftschneisen und Grünflächen, die dazu beitragen, dass sich die Stadt wieder abkühlen kann.”
Eine Stadt umzubauen, ist allerdings ein langwieriger Prozess. Kurzfristig, da sind sich die Experten einig, wird es mehr baulichen Hitzeschutz brauchen: Verschattung, lichtfilterndes Fensterglas und auch Klimaanlagen, vor allem dort, wo sich vulnerable Gruppen aufhalten, wie alte und kranke Menschen oder auch Kinder. Die Verantwortung einseitig den Eigentümerinnen und Eigentümern zuzuschieben, davon hält Anna Wolff aber nichts. „Man kann die Vermieter nicht allein für den Hitzeschutz verantwortlich machen. Das ist ein gesamtgesellschaftliches Thema und es wird entsprechende Förderungen brauchen.”
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