Aktuell habe man bei Thüringenforst noch keines der ausgewiesenen Voranggebiete entwickelt. Der Weg dahin wird aller Voraussicht nach nicht leicht. Windkraft ist zu einem politischen Kampfthema geworden, gerade in Thüringen. So sagte etwa der AfD-Abgeordnete Björn Höcke im Landtag, die „Verspargelung“ des Thüringer Waldes müsse unter allen Umständen verhindert werden. Thüringenforst-Vorstand Jörn Ripken sagt, er hoffe, zumindest einen Teil der Chancen der Windenergie wahrnehmen zu können. „Es wird nicht die Maximalzahl an Windrädern sein, aber ich hoffe, dass wir einen gesellschaftlichen Konsens hinbekommen.“
Und wenn das nicht klappt? „Der Wald wird auch in zehn Jahren noch da sein, aber wenn wir denselben Wald wollen, den wir kennen, dann funktioniert das nur, wenn wir in den Wald und in den Waldumbau investieren.“ Was Ripken damit auch meint: Wer will, dass der Thüringer Wald weiter Holz liefert, der muss sich kümmern. „Es würde nicht ein Dachstuhl weniger gebaut, nicht ein Möbelstück weniger gekauft. Das Holz käme dann allerdings aus Regionen, in denen es nach völlig anderen Standards eingeschlagen und mit einem viel größeren ökologischen Fußabdruck nach Deutschland gebracht wird.“
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