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MDR-DOK-Newsletter Juli 2026
Diese Gewalt in uns
Bildrechte: Corso Film / MDR
Unser Film-Tipp im Juli:
Der Kinofilm Tata (Father), ist unter dem Namen "Diese Gewalt in uns" auf Arte zu sehen. Ein bewegender Film über familiäre Gewalt, Arbeitsausbeutung und die Hoffnung auf Versöhnung. 

Liebe Dokumentarfilm-Freundinnen und Freunde,

Im Juli zeigen wir auf unserem MDR-Dok-Sendeplatz am Sonntagabend in einem Schwerpunkt Filme aus und über die vietnamesische Community:

Unsere Filme erzählen auf ganz verschiedene Weisen ein breites Spektrum an Themen über vietnamesisch-stämmige Menschen in Deutschland -  Vertragsarbeiter und Boatpeople, Rassismuserfahrungen und Mega-Showbiz, Anders-Sein und komplizierte Beziehungen, Suche nach den eigenen Wurzeln und Wege in die Zukunft. 
Der Film "Endlich sichtbar - Von Vietnam nach Deutschland", eine Koproduktion mit dem MDR, startet den Abend und wird gefolgt von einer Reihe teils preisgekrönter Kurzfilme. Der Abend ist eine Kooperation der Redaktionen Geschichte und Dokumentationen, Unicato und Film/Kinder/Serie  im MDR. 

Außerdem zeigen wir Volker Koepps Film "Gehen und Bleiben. Uwe Johnson - Folgen des Krieges". Der renommierte Filmemacher reist für seinen Film in die Heimat des Dichters Uwe Johnson nach Mecklenburg und sucht dort nach der Bedeutung der Vergangenheit für das gegenwärtige Leben.

"Diese Gewalt in uns" beschäftigt sich mit familiärer Gewalt und Arbeitsausbeutung und sucht nach Möglichkeiten, wie alte Wunden heilen können und ein sich immer wiederholender Kreislauf durchbrochen werden kann. Der Film läuft auf Arte und ist eine Koproduktion mit dem MDR und Arte.

Wie immer freuen wir uns über Hinweise zu Sendeterminen, über Social-Media-Beiträge – und natürlich über Feedback. Und Sie können unseren Newsletter gerne weiterempfehlen - hier geht es zur Anmeldung: MDR-Dok-Film Newsletter.



Herzliche Grüße
aus der Redaktion Geschichte & Dokumentationen

Vietnam-Abend im MDR

1) Endlich sichtbar - Von Vietnam nach Deutschland

Sonntag, 12.07.2026, 22:00 Uhr (in der Mediathek: bis 17.12.2026)
Ein Film von Minh An Szabó de Bucs und Ngo The Chau, 90 Minuten, 2025
Produktion: Wolffpack Vision GmbH/Berlin
(S)TRONG Trong Hieu kennen alle in Vietnam unter dem Spitznamen "German Hot Guy", vor allem die zahlreichen weiblichen Fans sind verrückt nach ihm. In Vietnam ist er ein Superstar - und das als Deutscher. Sein größter Traum ist es, auch in seiner deutschen Heimat erfolgreich zu werden. Wir begleiten seinen Weg zwischen zwei Welten, zwei Karrieren, zwei Identitäten, und tauchen gleichzeitig in die Herkunftsgeschichten der in Deutschland lebenden Vietnamesen und Vietnamesinnen ein.

Außerdem erzählen Ngo The Duc, der Restaurantmogul und Starkoch aus "Kitchen Impossible", die Schauspielerinnen Mai Duong Kieu, bekannt aus "Bad Banks" und Minh-Khai Phan-Thi, zu sehen in "Doppelhaushälfte", von ihrem Weg zum Erfolg.

Vietnam-Abend

2) Kurzfilme: u.a. Sternfrüchte/Obst und Gemüse/Alles gehört dir

Sonntag, 12.07.2026, ab 23:10 Uhr 

Zuhause ist dort, wo die Sternfrüchte sauer sind (In der Mediathek bis 18.10.2026) 

Ein Film von Huy Nguyen, D 2024, 24 Minuten

Die Beziehung zwischen dem jungen Vietdeutschen Huy und seinen Eltern ist kompliziert. Besonders das Sprechen über die eigenen Gefühle fällt schwer. Um seinen Eltern näher zu kommen, sucht Huy Antworten bei seinen Großeltern in Hanoi. Liebevolle Beobachtung einer Annäherung

Obst und Gemüse (In der Mediathek bis 25.09.2026)

Ein Film von Đức Ngô Ngọc, D 2017, 29 Minuten

Als sein Sohn auszieht, stellt Herr Nguyen den chaotischen Harry als Aushilfe ein. Zwischen Obstkisten und Lebenskrisen entsteht eine unerwartete Freundschaft.

Wohnen auf Zeit (In der Mediathek bis 25.09.2026)

Ein Film von Jasmin Phan, D 2021, 8 Minuten 

Vor 40 Jahren kam Thao nach Deutschland. Seine Tochter Jasmin folgt den Spuren seiner Vergangenheit – und zeigt die Wiedervereinigung aus Sicht eines ehemaligen Vertragsarbeiters.

Alles gehört zu dir (In der Mediathek bis 25.09.2026)
Ein Film von Mani Pham Bui und Hien Nguyen, D 2022, 13 Minuten

Yen ist in Deutschland geboren, ihre Eltern in Vietnam. Anders zu sein, ist für viele Vietnamesisch-Deutsche kein fremdes Gefühl. Seit sie in Norwegen studiert, versteht Yen, wie hart es ist, sich in einem fremden Land mit einer anderen Sprache ein neues Leben aufzubauen. Sie lernt, ihre Identität, Ängste und vor allem ihre Stärken einzuordnen.

Sorge 87 (In der Mediathek bis 24.02.2027)

Ein Film von Thanh Nguyen Phuong, D 2017, 10 Minuten

Es rattert die Nähmaschine, es rattern die Erinnerungen. 1987 benötigt das sächsische Werdau Arbeitskräfte für die Textilindustrie. Aus Vietnam kommen viele ArbeiterInnen - einige bleiben. Ein vietnamesisches und ein deutsches Paar blicken heiter auf Anfangsschwierigkeiten und kulturelle Missverständnisse zurück.

Invisible Diaspora (In der Mediathek bis 25.09.2026)

Film von Thái Tài Phạm, D 2021, 6 Minuten

Während des Corona-Lockdowns Anfang 2020 engagierte sich die vietnamesische Community im Harz beim Nähen medizinischer Masken. Doch hinter der Solidarität verbirgt sich ein stiller Kampf ums Überleben.

Xanh (Boat People) (In der Mediathek bis 25.09.2026)

Film von Thi Dang An Tran, D 2022, 13 Minuten

Duy Em stellt ihrem Vater die zentrale Frage, warum er sich nicht gegen rassistische Bemerkungen wehrt. Seine Antwort lässt beide in seine Vergangenheit als einen der vietnamesischen Boatpeople reisen.

Gewinner des Deutschen Kurzfilmpreises 2023.

Für immer (In der Mediathek bis 25.09.2026)

Film von Christian Tung Anh Nopper, D 2023, 7 Minuten

Ein junger Deutsch-Vietnamese sucht das Gespräch mit seinen Eltern. Aber die Kommunikation ist schwierig - in der vietnamesischen Kultur wird selten über Gefühle gesprochen, auch unter Familienmitgliedern. Stattdessen setzt er die unterdrückten Emotionen in einem expressiven Tanz frei.

"Für immer" hat den Nachwuchspreis des Filmverbandes Sachsen beim Kurzfilmfestival KURZSUECHTIG in Leipzig gewonnen. 

ARTE-Tipp
Diese Gewalt in uns

Montag, 20.07.2026, 23:45 Uhr (in der Mediathek: 13.07.-20.08.2026) 
Ein Film von Lina Vdovii, 52 Minuten, 2025
Produktion: Manifest Film (Rumänien)/Corso Film (Köln), in Koproduktion mit EOdocs, arte und dem MDR
Bildrechte: Corso Film / MDR / arte

Als Lina eine Videobotschaft von ihrem Vater bekommt, ist sie schockiert: Er zeigt seine Wunden und blauen Flecken. Jahrelang hatte sie keinen Kontakt – zu schmerzhaft war die gemeinsame Vergangenheit. Jetzt will sie ihm helfen. "Diese Gewalt in uns" begleitet eine Journalistin, die mit versteckter Kamera recherchiert – und dabei auch sich selbst neu begegnet. Ein bewegender Film über Arbeitsausbeutung, alte Wunden und die Hoffnung auf Versöhnung.

"Diese Gewalt in uns" wurde in Italien, Moldawien und Rumänien gedreht und ist das ungeschönte Porträt einer Familie, die in einem unerbittlichen Kampf gegen toxische Männlichkeit gefangen ist. Der Film erzählt die Geschichte der emotional ergreifenden Suche einer Tochter, den Kreislauf für sich selbst, die nächste Generation und sogar für denjenigen, der ihr wehgetan hat, zu durchbrechen.

Gehen und Bleiben.
Uwe Johnson – Folgen des Krieges 

Sonntag, 26.07.2026, 22:45 Uhr (in der Mediathek: 26.07.-02.08.2026) 
Ein Film von Volker Koepp, 168 Minuten
Produktion: Vineta Film/Berlin
 

Volker Koepp reist mit Texten des Schriftstellers Uwe Johnson in dessen biografische und literarische Heimat nach Mecklenburg. Filmemacher Koepp begegnet Menschen in ihrem gegenwärtigen Leben. Sie erzählen von ihren Erinnerungen, vom Gehen und Bleiben, vom Ausharren an den Orten der Herkunft, vom Fortziehen und auch von Uwe Johnson. 

GEHEN UND BLEIBEN entstand in der Wirklichkeit der Jahre 2020 bis 2022, während der Pandemie und der Ausweitung des russischen Krieges auf die gesamte Ukraine.

Auf seiner Fahrt durch die Zeit fragt der Film, welche Bedeutung die Vergangenheit für das gegenwärtige Leben hat, und warum ein hoffnungsvoller Blick auf die Zukunft mit Motiven des Gehens und Bleibens zusammenhängt.

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