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Entspannt die Füße hochlegen möchte man in Magdeburg trotzdem nicht, es scheint eher so, als hätten die Recyclingpioniere noch einen Zahn zugelegt. Bis Ende des Jahres wolle man auf hundert Mitarbeitende wachsen, sagt Buers, das wäre mehr als eine Verdreifachung in zwei Jahren. Im sonnenenergiereichen Italien ist nun der erste Auslandsstandort geplant. In der Entwicklungsabteilung habe man zudem schon das Recycling der nächsten Solarmodul-Technik im Blick – hocheffiziente Perowskit-Zellen –, witzigerweise noch bevor die überhaupt den Markt erobert haben. Und mit Partnern aus der Forschung arbeite man derzeit daran, die Kunststoffe eines Moduls einem besseren Schicksal als der Verbrennung zuzuführen. Als Fahrradüberdachungen zum Beispiel, womit sich Energie- und Mobilitätswende auf eher unkonventionelle Art die Hand schütteln dürfen.
Das reparierbare und gut recycelbare Windrad-Rotorblatt der Forschenden aus Wolfsburg muss sich erst noch am Markt beweisen, ja überhaupt erstmal in Gänze gebaut werden. „Wir haben eine hohe Automatisierbarkeit, wir haben relativ geringe Werkzeugkosten in dem Bereich“, das verspricht laut Justus von Freeden eine gute Machbarkeit. „Sowas funktioniert aber natürlich nur, wenn man die entsprechenden Stückzahlen dann auch fertigen kann.“ Was von der Nachfrage abhängt. Stimmt sie, wäre also auch eine kostengünstige Fertigung in Europa möglich, statt der heute üblichen und mit viel Handarbeit verbundenen Produktion in Asien. Die Energiewende, sie hat eben auch ihre geopolitischen Knackpunkte jenseits der Straße von Hormus.
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