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Gerrit Lohmann ist am Alfred-Wegener-Institut (AWI) Experte für das Paläoklima, also die weite Klimavergangenheit des Planeten. Er hält die Arbeit der chinesischen Kollegen für spannend, weil sie durch die Bodenproben neue Daten liefert, schränkt aber zugleich ein, was das Paper eigentlich aussagt. „Man kann nicht sagen, wie das Wetter vor drei Millionen Jahren war, nur, dass es in dieser Sedimentbox vermehrt Indikatoren für bestimmte Wetterlagen im damaligen Zeitraum gab.“ Und ihm fällt bei der Studie auf, dass die Rekonstruktion der Kollegen auf unvollständigen Modellrechnungen beruht. Cheng, Zhang und ihr Team haben lediglich die Beziehung zwischen dem Meereis und dem Jetstream berechnet, nicht aber mögliche Rückkopplungen der Ozeane berücksichtigt. Koppelt man diese verschiedenen Effekte, dann ist nicht eindeutig, wohin sich das Klima entwickeln wird.
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