|
Bei der Windenergie sprechen wir natürlich nicht mehr von zentralen, großen Industrieanlagen, sondern von dezentralen Windrädern. Die bestehen zum großen Teilen aus Beton im Fundament, Stahl im Turm und Kupfer im Generator. Und diese Stoffe werden schon heute größtenteils recycelt, erläutert Volker Quaschning, Experte für Regenerative Energiesysteme an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin.
„Was man momentan noch nicht gut recyceln kann, sind die Rotorblätter. Das sind glasfaserverstärkte Kunststoffe, wie man sie auch aus dem Bootsbau oder von Surfbrettern kennt. Das heißt, wir haben dort Glasfasern oder Kohlefasern, die mit anderen Kunststoffen ummantelt sind und das zu trennen, ist relativ schwierig.“ Die Rotorblätter würden derzeit noch thermisch verwertet – also verbrannt. „Aber auch da arbeitet man an Recyclingprozessen, das heißt die Windkraftanlagen in 10 bis 15 Jahren werden auch in Richtung 100 Prozent recycelt werden. Heute ist man schon bei 80 Prozent.“ Der Rückbau der Windräder an sich geht auch vergleichsweise schnell, erklärt der Fachmann. „Da reden wir über Wochen“, so Quaschning.
|