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Doch Böhms Zahlen zeigen jetzt, dass der Strom entsprechend teurer wird. Zum einen, weil bei Agri-PV weniger Solarmodule installiert werden können als bei einem reinen Solarpark. Da der Anschluss an das Stromnetz in der Regel nahezu das Gleiche kostet, stehen Aufwand und Erzeugungskapazität in einem schlechteren Verhältnis zueinander. Zum anderen ist auch das Gerüst, auf das die PV-Module montiert werden, meist komplexer und damit ebenfalls teurer als bei einem gewöhnlichen Solarfeld.
Am Ende kommt bei dieser Rechnung heraus, dass die Kosten für die Photovoltaik-Anlage pro Hektar und Jahr zwischen 8.000 und 75.000 Euro höher liegen als bei einer gewöhnlichen Freiflächenanlage. „Das ist ein Vielfaches von dem, was landwirtschaftlich erwirtschaftet werden kann“, sagt Böhm. Heißt: Durch den Verkauf der Kartoffeln oder des Weizens, die unter oder neben den Solarmodulen angebaut werden können, lassen sich diese Mehrkosten nicht decken.
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