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Allerdings: Schaut man an, bei welchen Themen die Jugendlichen aktuell den größten Handlungsbedarf sehen, dann dreht sich das Bild erneut. 47 Prozent der Jugendlichen halten Sicherheit und Frieden für einen der drei wichtigsten Faktoren, die über eine gute Zukunft in Deutschland entscheiden, gefolgt von guter Bildung (35 Prozent) und sozialer Gerechtigkeit (28 Prozent). Eine gesunde Natur und Umwelt landet dagegen mit 16 Prozent klar auf einem der hinteren Plätze. „Da zeigt sich, was auch andere Jugendstudien schon zeigen: Die jungen Menschen sind in einer Krisenstimmung und viele Themen prasseln über sie herein“, sagt Cavazzini.
Doch das muss nicht bedeuten, dass das Klima aus dem Blick gerät. Juliane Engel beobachtet in ihren Gesprächsgruppen stattdessen, dass die Jugendlichen die Grenzen zwischen den Themen einreißen. „Die Jugendlichen versuchen stärker, die Gleichzeitigkeit von Zusammenhängen zu sehen“, sagt sie. So könne die politische Eskalation in einem Land rasch in Umweltzerstörung münden, die auch Auswirkungen auf das Leben hier habe. Engel schließt daraus: „Die Jugendlichen haben sehr gut verstanden, dass Natur ein komplexes Phänomen ist, das mit politischen Ordnungen und digitalen Technologien verwoben ist.“
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