Was lange Zeit nur ein schnurgerader landwirtschaftlicher Graben war, wird vom Bagger schlangenförmig aus dem Boden gehoben: Der Zschampert darf bald frei fließen, sich bei Hochwasser von drei auf bis zu 30 Meter Breite ausdehnen. Auch sein Flusslauf wird deutlich länger. Der Zschampert kehrt in seine alte, natürliche Gestalt zurück. „Wir tun etwas für die biologische Vielfalt, für den Hochwasserschutz vor Ort, und sorgen dafür, dass die Folgen des Klimawandels für dieses Gebiet etwas abgemildert werden können“, erklärt Projektleiterin Frohberg die Hintergründe. Geld kommt vom Bund und dem Freistaat Sachsen.
Die Wiederherstellung des Gewässers ist ein Puzzleteil beim Schutz des Leipziger Auwaldes. Ein großer Urwald, der mitten durch eine europäische Metropole verläuft. Ein Wald voller Wasser. Ein natürlicher Klima-Champion, der mehr CO₂ speichert als ein gewöhnlicher Wald. Zunehmend jedoch sitzt er auf dem Trockenen. Der Zschampert soll etwas Abhilfe schaffen.
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