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ich fand diese Nachricht am vergangenen Sonntag erst einmal wohltuend und bestärkend: Die Hamburger Bürgerinnen und Bürger haben sich in einem Volksentscheid dazu entschieden, beim Klimaschutz kräftig einen Gang hochzuschalten. Die Stadt soll bis 2040 klimaneutral werden, in 15 Jahren also, und damit fünf Jahre eher als geplant.
Schön, dachte ich so bei mir, ist doch ermutigend, dass sich noch so viele Menschen Sorgen machen über den Klimawandel und unsere Zukunft. Sonst werden die Schlagzeilen bei der Klimapolitik ja eher von Rückschritten dominiert, seit in Washington ein Mann regiert, der den Zusammenhang zwischen CO₂‑Ausstoß und Klimaerwärmung einfach leugnet – und Deutschland wieder eine Bundesregierung hat, die am Aus für Verbrennungsmotoren in Europa rüttelt.
Dann aber habe ich mir genauer angeschaut, was aus dem sogenannten Hamburger Zukunftsentscheid folgt, und das hat mich besorgt. Ich bin mir nämlich nicht sicher, ob wirklich alle Hamburger verstanden haben, wie drastisch manche Konsequenzen sind, wenn der Entscheid wirklich genauso umgesetzt wird. Meine Befürchtung: Wenn die Folgen spürbar werden, könnte die Begeisterung rasch nachlassen und der Volksentscheid zum Pyrrhussieg werden.
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