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Der Bericht belässt es also nicht bei der Bestandsaufnahme. Die Autorinnen und Autoren zeigen auch Handlungsoptionen auf. Sie empfehlen etwa einen sogenannten Kapazitätsmechanismus, der Investitionen in gesicherte Kraftwerksleistung anreizen könnte. "Wichtig ist dabei, Technologien diskriminierungsfrei zu behandeln", heißt es dazu. Gleichzeitig stellen sie klar: "Die Abwägung ist eine politische Aufgabe, die in einem auf dieses Gutachten folgenden Diskurs erfolgen sollte."
Für Matthes liegt bei eben dieser Politik der springende Punkt: "Man ist eigentlich nur bei der Offshore-Windenergie vergleichsweise konkret geworden. Auch das Thema CO2-Speicherung war schon im Koalitionsvertrag. Es gibt eigentlich nichts Neues, was aus dem Bericht geschlussfolgert worden ist." Wirklich neu sei dagegen, dass Reiche die bisherigen Wasserstoffziele "quasi kassiert" habe – für ihn die gravierendste politische Änderung. Aber, ergänzt Matthes mit Blick auf das Gutachten, es gebe jetzt eine "schöne Zusammenstellung von Zahlen", die Unsicherheiten ausräume und zeige, wohin man laufe. "Die wirkliche Arbeit und die wirklichen Gesetze, die ja auch Rahmenbedingungen und Grenzen haben europarechtlicher und sonstiger Art, das kommt jetzt noch."
Auch der Bonner Umwelt- und Ressourcenökonom Löschel betont, dass die geplanten Schlüsselmaßnahmen der Bundesregierung nicht revolutionär seien. In den angekündigten Änderungen bei den Fördergeldern zum Beispiel kann er keinen Systembruch erkennen. "Die Förderung ist bisher so etwas wie ein einseitiger Differenzvertrag. Die EU hat die Länder dazu verpflichtet, das zweiseitig zu machen." Die Änderung beim Förderregime hätte also ohnehin kommen müssen, so Löschel. "Wie das dann im Detail ausgestaltet wird, das wird interessant sein, aber ein Systembruch ist es nicht, es ist Umsetzung von europäischem Recht." Löschel begrüßt außerdem, dass die Differenzierung zwischen größeren und kleineren Solaranlagen stärker betont werden soll: "Was ich interessant fand, war, dass die größeren PV-Anlagen eigentlich stärker noch ausgebaut werden sollen als heute und die kleineren etwas weniger."
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