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Hallöchen.
Mein erstes Nachtzugerlebnis, nun, es endete jäh an Bord der Air Dolomiti, in einem Flugzeug von der Größe eines kleineren Linienbusses, um damit in einem guten Stündchen von München nach Genua zu gelangen. Statt des Sitzplatzes über den Wolken war an diesem Abend ursprünglich ein Liegeplatz tausende Kilometer darunter vorgesehen. Nächtens durch die Berge schunkeln und am Mittelmeer aufwachen, diese Romantik kennt keine Steigerung, wurde aber durch eine unerwartete Baustellenlage auf den Gleisen zunichte gemacht.
Seitdem hat’s ein paar Mal geklappt. Etwa mit Sonnenuntergang an der Küste Liguriens vom Schlafwagen aus – einen Perlwein gab’s obendrauf, um das Mindestmaß an reisender Rührseligkeit zu erreichen. Ach hach. Wohl denen, die sich die Mühe machen, im europäischen Nachtzug-Kladderadatsch eine passende und darüber hinaus bezahlbare Verbindung zu finden.
Trotz allem halte ich das Produkt für überzeugend, auch wenn der Schunkelschlaf nur ein halbgarer ist. Nach einem kurzen Aufwind ist das System unglücklicherweise europaweit ins Stocken geraten. Es fehlen Strecken, Rollmaterial und somit auch die Passagiere. Dabei brauchen wir das Verkehrsmittel dringend, um die Klimaziele im Verkehrssektor zu erreichen und innereuropäische Linienflüge halbwegs obsolet zu machen. Und da macht sich plötzlich Hoffnung breit …
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