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Eine andere große Frage betrifft die Wasserversorgung. In vielen Gegenden Deutschlands hat es in diesem Jahr zwischen Februar und Juni so wenig geregnet, dass unter anderem Landkreise in Baden-Württemberg, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen die Entnahme von Wasser aus Teichen und Flüssen verboten haben. Einige davon verboten auch, private Gärten tagsüber mit Wasser aus dem eigenen Brunnen zu gießen. Wird das Wasser für das Gärtnern also irgendwann zu knapp und selbst für eine sparsame Tröpfchenbewässerung nicht ausreichen?
Beim sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) beobachtet Udo Mellentin, zuständiger Referent für Grundwasser, die Entwicklung mit Sorge. Zwar schwankt die Kurve im Verlauf eines Jahres, im Winter erholen sich die Reservoire in der Regel, während sie im Sommer kleiner werden. Doch insgesamt nimmt die Menge des Wassers im Boden tendenziell ab, seitdem die Grundwasserpegel nach dem Hochwasser im Jahr 2013 Spitzenwerte erreicht hatten. Das regenreiche Jahr 2024 hat zwar eine Normalisierung auf den Durchschnittswert gebracht. 2025 liegt aber erneut deutlich darunter.
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