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Hallo miteinander,
neulich nach Feierabend am Ufer des Cospudener Sees sagte eine Bekannte: "Der Braunkohleabbau war wirklich das Beste, was der Landschaft um Leipzig passieren konnte." Die Freundin ist keine Anhängerin der Kohle, im Gegenteil. Natur und Klima müssten viel strenger geschützt werden, findet sie. Aber dennoch ist sie sich einig mit den meisten hier, die die gefluteten Tagebaurestlöcher liebevoll Kulki, Cossi oder Störmí nennen.
Dort spenden heute junge Bäume an heißen Sonnentagen Schatten auf den ausgedehnten Liegewiesen, während Kinder an den neuen Stränden Sandburgen bauen und das glasklare Wasser jederzeit zur Abkühlung und zum Schwimmen einlädt.
Solche Seen sollen in Zukunft noch häufiger werden. Denn vor fünf Jahren beschloss die Bundesregierung den langsamen Ausstieg aus der Stromerzeugung mit Kohle. Nun soll in den kommenden 13 Jahren der Abbau in den Tagebauen gestoppt und die Braunkohlelandschaften renaturiert werden.
Kohle raus, Wasser rein, am Ende Badespaß für alle? Ganz so einfach wird das wegen der Klimakrise nicht. Denn das viele Wasser, das auch in Zukunft für den Erhalt und die Flutung weiterer Seen gebraucht wird, wird immer knapper. Woher es kommen soll, darüber sprechen wir heute in unserem Thema der Woche.
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