Was vor allem Donald Trump weiß: Es gibt so Sachen, die muss man gar nicht erst belegen. Und sie sind ganz bestimmt trotzdem wahr. Zu den ganz bestimmten Wahrheiten zählt: Niemand, wirklich niemand, mag Montage. Auch Sonja Thielges nicht. Also bei ihr ist es zumindest dieser Montag, der 20. Januar 2025, der „kein so leichter Tag“ für sie ist, wie sie ihn fast schon euphemistisch umreißt. Erst recht nicht, wenn man zu Energiepolitik und Energiewende forscht, so wie sie es tut, bei der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin. Nun ja, Ablenkung tut gut, also verlagern wir die Gedanken ins Gestern, in die Zeit vor dem ersten Trump, als Obama die US-Zügel in der Hand hatte und so Dinge verantwortet hat wie Vorgaben für Methan-Emissionen, das Pariser Klimaabkommen oder den Clean Power Plan. Der Name war Programm: Weg von der Abhängigkeit durch fossile Energieträger, stattdessen klare Vorgaben für Erneuerbare.
„All diese Maßnahmen hat Trump dann teilweise ganz abgeschafft“, so Thielges' Resümee. „Es war tatsächlich so, dass die Öl- und auch die Gasförderung boomte während seiner ersten Amtszeit.“ Gut, wenn man eine wie Sonja Thielges hat, die das richtig einordnet: Der Boom von Öl und Gas war noch ein Vermächtnis aus der Amtszeit Barack Obamas, der sich nicht nur für Erneuerbare eingesetzt, sondern auch den Weg für amerikanisches Öl auf dem Weltmarkt freigemacht hat. Trumps Plan zur Rettung der Kohleindustrie ging derweil in die Hose. |