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Alte VHS-Kassetten auf gelbem Grund, Text Das MDR Klima-Update
Ausgabe #79
vom Freitag, 10. MĂ€rz 2023

Ein Hoch auf die Digitalisierung, zum Henker mit ihr!

Junger Mann mit schwarzer Kappe, Bart und schwarzrandiger Brille an Strand
von Florian Zinner

Liebe Lesende,

das Internet war ja mal so gedacht, dass man eine Adresse eingibt und dann auf einer Seite mit Informationen (und vielleicht ein paar lĂ€ssigen Schriftarten) landet. Wenn man die Adresse nicht wusste, gab es dafĂŒr gedruckte Nachschlagewerke, die als kulturhistorisch wertvolle KuriositĂ€ten sicher im Laufe des Jahrhunderts ihren Weg in die Antiquariate finden werden. Nun musste ich aber feststellen, dass die Menschen offenbar ĂŒberhaupt keine Ambitionen mehr haben, Internetadressen einzutippen, auch wenn sie die genau kennen, sondern die Weiterleitung den Suchmaschinen ĂŒberlassen. Winke winke, Wewewe-Punkt, die 2000er waren schön mit dir.

Irgendwann hatte ich auch mal beobachtet, wie jemand „vw.de“ in die Suchmaske eingetragen hat. Und stellte voller UnverstĂ€ndnis fest, dass Bequemlichkeit ganz offensichtlich ĂŒber UmstĂ€ndlichkeit geht. Und ĂŒber den Klimaschutz. Wir schauen uns das gleich mal an. Aber auch, warum die Welt mit CD-PlastikhĂŒllen und auf Papier gedruckten Nachrichten vielleicht eine bessere war. Und wie wir die Kurve kriegen, ohne unser digitales Schlaraffenland wieder verlassen zu mĂŒssen.

Aber erstmal die hier:

#ïžâƒŁ Zahl der Woche

5


 mal so schnell mĂŒsste der Windkraftausbau auf Land verlaufen (und mehr als sechseinhalb Mal so schnell auf See), um die Ausbauziele zu erreichen. Das sagen die aktuellen Live-Daten rund um den Windkraftausbau, die Sie jederzeit bei MDR WISSEN abrufen können. Live bedeutet auch: Unsere Zahl der Woche könnte sich morgen schon wieder geĂ€ndert haben. Sehen Sie’s uns nach.

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Dieser Klima-Newsletter ist vielleicht gar nicht mal so gut fĂŒrs Klima

So, ich habe mal nachgeschaut: 0,2 Gramm CO2 stĂ¶ĂŸt eine Suchanfrage beim Big Brother vom Dienst, der beliebtesten Suchmaschine der Welt aus. Das hat Google selbst mal ausgerechnet, ist aber schon 14 Jahre her. Was das bedeutet, hat die NetzkĂŒnstlerin Joana Moll vor ein paar Jahren schlicht, aber eindrucksvoll visualisiert und unter CO2GLE veröffentlicht. Die Installation zeigt, wie viel CO2 Google seit Öffnen der Seite ausgestoßen hat. Und unter DEFOOOOO[
]OOOOOOOREST zeigt sie, wie viel BĂ€ume es braucht, um das wieder geradezubiegen. Pro Sekunde sind es so 23.

Das betrifft natĂŒrlich auch andere Suchmaschinen (auch wenn zumindest eine von ihnen tatsĂ€chlich BĂ€ume pflanzt). Die und die ganzen anderen Internetdienste rund um Streaming, Kommunikation, Datenaustausch und sonniger Selbstdarstellung betreiben riesige Serverfarmen, welche immense Ressourcen verbrauchen. (Man kann ja im Grunde keine Dinge im Internet speichern, sondern nur auf irgendwelchen ans Netz angeschlossenen Rechnern – die Cloud schwebt also am Boden.) Dazu kommen wir gleich, aber lassen Sie uns ganz kurz sortieren, wo genau durch die Digitalisierung ĂŒberhaupt Ressourcen verbraucht werden:
🏭 eben besagte Serverfarmen: sowohl was die Herstellung der dortigen Rechner betrifft als auch ihr Energieverbrauch und die KĂŒhlung der GerĂ€te (nicht zu unterschĂ€tzen!)
📡 Infrastruktur: also alle notwendige Übertragungstechnik und -leistungen, z.B. Überseekabel, Funkmasten, Internetanschluss – auch hier: Herstellung und Energieverbrauch
đŸ“± EndgerĂ€te: Herstellungsressourcen und Energieverbrauch

Sie sehen, es wird kompliziert. Und wenn man’s ganz genau nimmt, mĂŒsste man den CO2-Ausstoß des Baggers zum Verlegen neuer Glasfaserkabel unter die Trottoir-Platten auch mit einrechnen, aber lassen wir mal den Bagger und schauen auf Deutschland.

Grafik zeigt folgende Daten und Energiewerte in den Jahren 2010 und 2020. Festnetz-Internet 4,6 Milliarden auf 76 Milliarden Gigabyte, Mobiles Internet 65,4 Millionen auf 3972 Millionen Gigabyte, Energieverbrauch in deutschen Rechenzentren 10 Milliarden auf 16 Milliarden Kilowattstunden.

Die Deutschen sind erstmal gut ausgestattet. Im Schnitt besitzt jede und jeder ein Mobiltelefon und einen Computer, die auch genutzt werden wollen. 2020 hatten die Server in deutschen Rechenzentren einen Energiehunger von 16 Milliarden Kilowattstunden. Diese Zahlen sind aber nicht so wichtig, weil die ressourcen- und energiehungrige Kommunikations- und Informationstechnologie nur global gesehen werden kann. Die meisten Serverfarmen fĂŒr Dienste, die wir nutzen (Suchmaschinen, Social Media, Messaging, Streaming, Cloudspeicher, pipapo) stehen nicht in Deutschland. Weltweit lĂ€sst sich das gar nicht so leicht erfassen, aber derzeit ist von 200 bis 500 Milliarden Kilowattstunden auszugehen – wobei diese Zahl aus dem Jahr 2019 lĂ€ngst ĂŒberholt sein könnte. Andere SchĂ€tzungen gehen von 200 Milliarden Kilowattstunden nur fĂŒrs Streaming aus. 

Streamingdienste verursachen allein 300 Millionen Tonnen CO2 im Jahr, sagte 2019 das Französische Shift Project. Das waren zu dem Zeitpunkt ein Prozent aller menschgemachten Emissionen. Runtergerechnet auf den Einzelabruf eines zweistĂŒndiges Filmchens verursacht nur das Rechenzentrum die Emissionen einer Autofahrt von zehn Metern. Bei der Teilnahme an einer einstĂŒndigen Videokonferenz sind es schon 15 Meter Autofahren.

Blick aufs große Ganze

Das ist aber nur die halbe Wahrheit, denn auch die EmpfangsgerĂ€te benötigen Energie, der Übertragungsweg zwischen Servern und EndgerĂ€t ebenso. Außerdem dĂŒrfen die Ressourcenaufwendungen fĂŒr die technische Ausstattung und deren Nutzungsdauer nicht ausgelassen werden. Eine komplizierte Rechnung, von der sich das Öko-Institut hat nicht abschrecken lassen und sie deshalb 2021 im Auftrag des Umweltbundesamtes angestellt hat. Die erwĂ€hnte Videokonferenz schlĂ€gt dann mit 55 Gramm CO2-Äquivalenten zu Buche, wenn man einen Laptop benutzt und 90 Gramm bei einem Desktop-PC. Das sind schon ein paar Meter mehr: 380 bis 630 mit dem Auto.

Bezieht man das mit ein, was zur Digitalisierung auch noch gehört – beim Homeoffice sind das z.B. Energieverbrauch fĂŒr Licht und Heizung – lĂ€ppert sich das. Ein Tag im Homeoffice entspricht dann acht Kilometern mit dem Auto. Heizung und Energieverbrauch ist natĂŒrlich etwas, was im BĂŒro ebenfalls anfĂ€llt (aber eben durchs Homeoffice nicht eingespart wird). Trotzdem stellt sich die Frage:

Halt irgendwie doch das geringere Übel?

Die klugen Köpfe unter Ihnen werden mahnend darauf verweisen, den Ressourcenverbrauch der Alternativen zu bedenken. Und das stimmt! Nur weil die Digitalisierung kein weltklimatisches BullerbĂŒ ist, heißt das nicht, dass sie der Holzweg sein muss. Bleiben wir noch mal bei besagter Videokonferenz. Wird dafĂŒr ein Desktop-PCs genutzt, ist die Videokonferenz dann klimafreundlicher, wenn ein physisches Treffen mindestens 1,12 Kilometer weit entfernt gelegen hĂ€tte und die Anreise mit den Öffentlichen erfolgt wĂ€re. WĂŒrde sie zu Fuß oder mit dem Rad erfolgen, wĂ€re die Videokonferenz immer schĂ€dlicher. (Beim Arbeitsweg mit dem Auto scheint die Videokonferenz hingegen eigentlich immer das geringere Übel zu sein.)

Allerdings: So eine Konferenz ist hĂ€ufig schneller per Video angesetzt als Vis-Ă -vis. Und unser aller mĂŒden viereckigen Augen verraten, dass wir nicht nur Videokonferenzen, sondern auch sonst weit mehr Videoinhalte konsumieren als in den goldenen Tagen des linearen Fernsehens. Zum Beispiel die BewegtbildhĂ€ppchen bei TikTok, Instagram Reels und YouTube Shorts verleiten zu einem ĂŒbermĂ€ĂŸigen, vielleicht auch maßlosen Konsum, den es ohne Digitalisierung nicht gegeben hĂ€tte. Diesen Effekt nennt man: Rebound, auf Deutsch RĂŒckschlag.

Dieser Rebound-Effekt 📈

Er beschreibt, dass durch die Übernutzung digitaler GĂŒter – weil sie so schön einfach zugĂ€nglich sind – ein möglicher ökologischer Vorteil zunichtegemacht wird. Eben maßlos vorm Bildschirm zu hĂ€ngen, oder durch niederschweflige Einkaufsmöglichkeiten und kostenfreie Retouren viel mehr Klamotten bestellen als eigentlich notwendig gewesen wĂ€re. Wie groß dieser Rebound-Effekt ist? Puh, da fragen Sie was. Aber hey, das Umweltbundesamt ist derzeit dran, den Rohstoffbedarf der Digitalisierung genau zu erfassen. Ich sage Ihnen, das wird spannend. Ein Fact-Sheet zum Thema gibt schon jetzt einen Ausblick, welche Herausforderungen hier auf die Politik zukommen: Zum Beispiel die VerschĂ€rfung des Wettbewerbsrechts, um Beeinflussung und VerfĂŒhrung im Onlinehandel (Influencerinnen und Influencer, Instant Shopping und Social Commerce) von Verbraucherinnen und Verbrauchern in den Griff zu bekommen – und damit den Rebound-Effekt durch die Digitalisierung des Handels.

Bleibt noch der Elefant im Raum, aber nur kurz: Den hier immer wieder mal angerissenen Aspekt des Ressourcenaufwands fĂŒr unsere Kommunikations- und Unterhaltungselektronik haben wir schon vor zwei Wochen besprochen – und das Konzept des Rohstoffrucksacks. Zur Erinnerung: Der Ressourcenaufwand eines Smartphones oder eines Computers ist gewaltig, betrifft in seinem umwelt- und klimaschĂ€dliche ResĂŒmee aber LĂ€nder fernab von Deutschland. Also, erstmal. Mehr Details zum Thema im Klima-Update #77.

Wie immer die Frage, was man jetzt als kleines Netflix- und Reel-sĂŒchtiges, zum Homeoffice angehaltenes Menschlein ĂŒberhaupt tun kann.

âžĄïž Nehmen Sie einfach unsere Checkliste mit handlichen Empfehlungen zur Hand – die finden Sie weiter unten.

🗓 Klimatermine

Sonnabend, 11. bis Sonntag, 12. MĂ€rz – BurgstĂ€dt

Die Naturschutzstation Herrenhaide lÀdt an diesem Wochenende zum Tag der offenen Station samt Rundgang.

Dienstag, 14. bis Mittwoch 15. MĂ€rz – online

Grundkurs Atomenergie: In einem zweitĂ€gige Grundkurs werden leicht verstĂ€ndlich die Funktionsweise, Bedeutung und Risiken der Atomenergie erklĂ€rt – auch als Hilfestellung zum Einordnen der aktuellen Debatten. Infos, Anmeldung

Donnerstag, 16. MĂ€rz – Leipzig

Kostenfreie Lesung: Klima im Kopf und Weltuntergang fĂ€llt aus in der Aula des Schiller-Gymnasiums. Infos

Freitag, 24. MĂ€rz – Leipzig

Anmeldung bis 14.3.: Beim Dialogforum: RevierUPGRADE diskutieren junge Menschen aus dem mitteldeutschen und Lausitzer Revier, wie sozialer und ökologischer Strukturwandel aussehen kann. Infos und kostenlose Anmeldung

 

📰 Klimaforschung und Menschheit

Scholz: Mehr Tempo beim ökologischen Umbau – sagt auch die Wissenschaft

Bei der Klausurtagung der Ampel-Regierung auf dem brandenburgischen Schloss Meseberg hat Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) am Montag betont, dass es mehr Tempo beim ökologischen Umbau der Wirtschaft und Energieerzeugung brauche. TĂ€glich mĂŒsse man zum Beispiel vier bis fĂŒnf neue WindrĂ€der bauen. DafĂŒr brauche es sehr viele ArbeitskrĂ€fte, auch aus dem Ausland. Wirtschaftsminister Habeck (B'90/GrĂŒne) sprach von großen Herausforderungen, aber auch von einem "gigantischen Industrie- und BeschĂ€ftigungsprogramm". Am gleichen Tag hatte die deutsche Wissenschaftsakademie Leopoldina Druck gemacht – in einem Papier forderte sie dringendes Handeln, da sich das Zeitfenster zum Erreichen der Pariser Klimaziele bald schließen wĂŒrde. Mehr bei der tagesschau — Und in einem Kommentar von Telepolis heißt es: Die schon sehr hoch angesetzte Windradzahl reiche vorn und hinten nicht.

Meereis in der Antarktis auf Rekord-Minimum

Die von Eis bedeckte FlĂ€che auf den Meeren rund um die Antarktis ist so klein wie noch nie seit Beginn der satellitengestĂŒtzten Messungen vor rund 45 Jahren. Wie der Klimawandel-Dienst des europĂ€ischen Erdbeobachtungsprogramms Copernicus (C3S) mitteilte, erreichte die Gesamtausdehnung des Meereises um den SĂŒdkontinent zum Ende der sommerlichen Schmelzperiode am 16. Februar 2023 nur noch 2,06 Millionen Quadratkilometer. Laut Copernicus lag das antarktische Packeis, also jener aus dicht angeordneten Eisschollen bestehende Teil des Meereises, im gesamten Februar 34 Prozent unter dem Durchschnitt. Es ist bereits das achte Jahr in Folge, dass die Meereisbedeckung im sĂŒdlichen Ozean im Februar unterhalb des langjĂ€hrigen durchschnittlichen Minimums lag.

Teufelskreis: WaldbrÀnde schÀdigen Ozonschicht

Große WaldbrĂ€nde wie der in Australien um den Jahreswechsel von 2019 zu 2020 können das Ozonloch vergrĂ¶ĂŸern. Diese These haben verschiedene Forschende in den vergangenen Jahren aufgestellt, unter anderem auch der Meteorologe Albert Ansmann vom Leibniz-Institut fĂŒr TroposphĂ€renforschung TROPOS in Leipzig. Jetzt bestĂ€tigt eine neue Simulation von Forschenden am renommierten MIT in den USA den möglichen Mechanismus, der zu dem PhĂ€nomen fĂŒhren könnte. Demnach aktiviert die chemische Zusammensetzung des Rauchs der BrĂ€nde aggressive ChlormolekĂŒle, die zu einer Zersetzung von Ozon fĂŒhren können. Allerdings vermuten die Wissenschaftler, dass noch weitere chemische Reaktionen eine Rolle spielen.

đŸ“» Klima in MDR und ARD

Erschrockene jung Frau und Text Der 3-Grad-Horror

Warum die Klimabedrohung unser Gehirn ĂŒberfordert

Das Funkkolleg. Klima widmet sich in dieser Ausgabe der Frage, was eigentlich unser Gehirn mit der anstehenden Bedrohung macht.
 
Illustration mit WasserstoffmolekĂŒlen und Text H zwei

Enzym wandelt WasserstoffmolekĂŒle in ElektrizitĂ€t um

Batterien, die immer geladen sind, so lange sie Luftkontakt haben: Eine australische Forschungsgruppe hat ein Enzym entdeckt, mit dem das funktionieren könnte.
 
Schild Tankstelle mit schwarzer und grĂŒner ZapfsĂ€ule

Sind E-Fuels eine Scheinlösung?

Synthetische Kraftstoffe sind nach EinschĂ€tzung der Ökonomin Claudia Kemfert kaum geeignet, um den Verkehrssektor klimagerecht zu gestalten. Das und mehr in der neuen Ausgabe von Kemferts Klima-Podcast.
 
Junger Mann an Essensausgabe

Pflanzliche ErnĂ€hrung macht keine gute Laune – aber hĂ€lt sie

Guten Appetit und gute Laune. Oder doch nur andersrum? Ist nicht so einfach, sagen Forschende aus Leipzig.
 

👋 Zum Schluss

Sie mĂŒssen ja jetzt nicht jeden der nachfolgenden Punkte erfĂŒllen (und dĂŒrfen sich trotzdem Vorzeigemensch nennen). Hier also ein paar große und kleine Taten zur Inspiration rund um eine klimafreundlichere Digitalisierung – auch, um das mitunter gebeutelte Energiebudget der Haushaltskasse etwas aufzubessern.
  • Nutzen Sie Suchmaschinen nur dann, wenn Sie eine brauchen: Versuchen Sie mal wieder, eine URL einzutippen, oft vervollstĂ€ndigen Browser ohnehin von allein
  • Nutzen Sie Ecosia als Standardsuchmaschine – der Dienst versucht die klimaschĂ€dlichen Auswirkungen durch BĂ€umepflanzen zu kompensieren und speichert keine personenbezogenen Daten – aber suchen Sie nicht mehr als sie mĂŒssen, nur um mehr BĂ€ume zu pflanzen, das wĂ€re dann ein Rebound-Effekt
  • Nutzen Sie einen grĂŒnen und datensparsamen E-Mail-Dienst (z.B. Posteo, Ownbay, Mailbox)
  • Lehnen Sie Videokonferenzen ab, auf die Sie beruflich verzichten können – lassen Sie keine großen Konferenzen nebenher laufen, wenn Sie nicht bewusst zusehen
  • Setzen Sie nur die Kolleginnen und Kollegen in Kopie (Cc), die Ihre E-Mail auch wirklich bekommen mĂŒssen
  • Daddeln Sie nicht rum – reduzieren Sie Ihren Konsum von Social Media und anderen Netzinhalten
  • 
 insbesondere den tĂ€glichen Marathon an Kurzvideos/Reels
  • Zappen Sie nicht durch Mediatheken und die Bibliotheken von Streaming-Anbietern, sondern wĂ€hlen Sie Ihre Streaminginhalte bewusst und genießen Sie das AusgewĂ€hlte
  • Nutzen Sie nur die VideoqualitĂ€t und -auflösung, die sie benötigen – das spart auch Strom zu Hause!
  • Sollten Sie sich Inhalte kĂŒnftig mehrfach ansehen wollen, kaufen Sie lieber einen Download statt zu streamen
  • Nutzen Sie Digitalradio (DAB+) oder UKW statt Internetradio, wenn die gewĂŒnschten Sender bei Ihnen terrestrisch empfangbar sind
  • Hören Sie bewusst Musik, auch bewusst nebenbei, aber sparen Sie sich die permanente Dauerbeschallung (erst recht in Abwesenheit), die Sie sich mit CDs oder MP3s auch nicht angetan hĂ€tten
  • Sie speichern viel in der Cloud? Vielleicht muss es ja nicht ganz so viel sein.
  • Bei einer Neuanschaffung: Achten Sie auf Computer mit Prozessoren, die einen niedrigen Stromverbrauch haben – diese können trotzdem leistungsstark sein
  • Kaufen Sie (zertifizierte) generalĂŒberholte Technik: Damit sparen Sie Ressourcen und Geld, aber nicht an der Garantie der GerĂ€te
  • Lassen Sie Ihr WLAN nachts automatisch vom Router deaktivieren
  • Betreiben Sie ihre GerĂ€tschaften mit echtem Ökostrom
  • Lesen Sie ein Buch (unter einer LED-Lampe, hehe)

Und passen Sie auf sich und die Welt auf.

Herzlich
Florian Zinner