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Newsletter: Das Corona-Daten-Update
Mittwoch, 25. März 2020

Von wo aus Infektionen starten

von Martin Paul, MDR SACHSEN-ANHALT

Guten Abend liebe Leserinnen und Leser,

schön, dass sie wieder dabei und hoffentlich gesund oder wohl versorgt sind. Leider können wir noch nicht viele positive Entwicklungen bei der Eindämmung des Coronavirus melden.

Auch heute sind die Fallzahlen derer, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, wieder gestiegen. Und das wird wohl, trotzdem sich die Menschen an die Ausgangseinschränkungen und das Kontaktverbot weitestgehend halten, noch eine Weile so weiter gehen. Warum das so ist? Das erkläre ich gleich hier im Newsletter. Aber erstmal der Blick auf die aktuelle Lage.


Die aktuellen Zahlen für Mitteldeutschland

So viele Corona-Infizierte gibt es inzwischen in unseren drei Bundesländern:

  • Sachsen: 1.128 (plus 110 zum Vortag)

    Sechs Menschen sind an der Coronavirus-Infektion gestorben. Sie waren alle älter als 75 Jahre.

  • Sachsen-Anhalt: 420 (plus 43 zum Vortag)

    4 Menschen sind im Krankenhaus, davon sieben Patienten mit schwerem Verlauf. In Halle an der Saale stehen momentan rund 800 Menschen unter Quarantäne. Eine Frau, die Vorerkrankungen hatte und mit dem Coronavirus infiziert war ist gestorben.

  • Thüringen: 490 (plus 64 zum Vortag)

    Drei Menschen mit der Infektion sind gestorben. Drei Patienten mit schweren Verläufen werden in Krankenhäusern behandelt. 64 mit dem Corona-Virus Infizierte sind wieder genesen.
Die Hintergründe und weitere Zahlen können Sie hier unserem detaillierten Corona-Daten-Update nachlesen. Außerdem in der Analyse: Von wo aus Infektionen starten. Das RKI veröffentlicht mittlerweile sogenannte "Expositionsorte bei übermittelten COVID–19-Fällen". Das schaut sich mein Kollege Manuel Mohr näher an. Die gute Nachricht vorweg: Von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gehen deuschlandweit bislang vergleichsweise wenige Infektionen aus.

Titel

Corona-Daten-Update 25.03.2020

Wo bislang die meisten Infizierten dem Coronavirus ausgesetzt waren

Jede Corona-Infektion hat auch einen Ursprungsort. Wo sich die hierzulande Erkrankten mit dem neuartigen Coronavirus infiziert haben und warum ausgerechnet in Italien die Todesrate so hoch ist, das und mehr im täglichen Corona-Daten-Update.


Zum Artikel

In unserem gestrigen Corona-Daten-Update haben wir erklärt, wie eine sogenannte Meldekette regional funktioniert – also von der Diagnose einer Infektion über das Gesundheitsamt bis hin zum Robert-Koch-Institut, das dann die offiziellen Daten veröffentlicht.

Nun haben die Kollegen des SPIEGELS ausführlich analysiert, warum und wo Meldelücken bestehen – mit der Erkenntnis, die offiziellen Zahlen haben, im Moment zumindest, mehr als eine halbe Woche Rückstand. Diese Recherche ist Ihnen sehr zu empfehlen. Hier können Sie den Artikel lesen.

Titel

SPIEGEL: Die große Meldelücke

Statistikprobleme beim Coronavirus


ZUM ARTIKEL

Mundschutz für alle? Das schlägt der Virologe Alexander Kekulé im heutigen MDR-Podcast vor. So zeigen wohl neue Daten aus Hongkong, dass einfache OP-Masken nicht nur andere schützen würden, sondern auch die Träger selbst. Damit revidiert er seine bisherige Aussage, wonach Masken für die Allgemeinheit nicht sinnvoll seien. Ein Mundschutz könnte helfen, in zwei bis drei Wochen einen Teil des öffentlichen Lebens wieder hochzufahren.

Das wäre doch was.

Titel

Podcast Kekulé #9

"OP-Masken müssen zum Standard für alle werden."


ZUM PODCAST

Was heute außerdem los war

  • Das Thema hatte für heftige Diskussionen bei einigen von Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, gesorgt. Durch die Einreiseverbote gibt es keine Erntehelfer. Im News-Blog von Sachen-Anhalt wurde heute der große Zuspruch auf das Job-Portal des Bundeslandwirtschaftsministeriums daslandhilft thematisiert. Bis zum Abend hatten sich fast 20.000 Menschen dort gemeldet, um beispielsweise bei Ernten zu helfen.

  • Sachsen berichtet in seinem Ticker über die Hilfe für Intensivpatienten aus Italien. Nach zwei Corona-Patienten am Montag werden nun zwei weitere in Krankenhäusern behandelt. Insgesamt sollen acht Patienten in Sachsen behandelt werden.

  • Und eine traurige Nachricht erreicht uns aus Thüringen: Hier ist ein zweiter Patient gestorben, der mit dem Coronavirus infiziert gewesen ist.

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Sachsen-Anhalt

Newsblog | 25.03.2020


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Sachsen

Meldungen am Mittwoch


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Thüringen

Ticker 25.03.2020


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Bundesweit stand heute die Frage im Vordergrund der Diskussionen: Finden die Abiturprüfungen statt oder nicht? Schleswig-Holstein hatte diese Diskussion angeschoben. Das Bundesland wollte ein "Anerkennungsabitur" ohne Abschlussprüfungen vergeben. Die Antwort: Die Abi-Prüfungen werden nicht abgesagt und finden wie geplant statt – zumindest zum jetzigen Zeitpunkt. Darauf haben sich heute die Kultusminister geeinigt. Im Liveblog der MDR-Aktuell-Kollegen, können Sie diese Information nachlesen.

Außerdem hat der Bundestag Hilfe in der Corona-Krise beschlossen und dafür einen Nachtragshaushalt von 156 Milliarden Euro genehmigt. Außerdem sollen in Schwierigkeiten geratene Mieter vor der Kündigung geschützt werden, berichten die Kollegen der Tagesschau.


Was morgen wichtig wird

  • Sachsen-Anhalt will erste Hilfen für von der Coronakrise betroffene Unternehmen bereitstellen. Morgen um 12 Uhr berichtet das Land in einer Pressekonferenz darüber. Hier geht es zum Livestream.

  • In Berlin berichten auf der Bundespressekonferenz Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) und Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) darüber, wie es mit der Lebensmittelversorgung, den Lieferketten, der Mobilität und Logistik während der Coronakrise weitergeht.


Unsere Empfehlungen für Sie

Die Masse macht‘s! Hilfe für regionale Künstler

An dieser Stelle möchte ich Sie auf zwei besondere Aktionen hinweisen. Für viele Musikerinnen und Musiker aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen fallen Konzerte, Veranstaltungen und bezahlte Auftritte weg. MDR KULTUR hat deswegen eine Spotify-Liste mit zahlreichen Musikmachenden zusammengestellt – jede und jeder ist mit je einem Stück darin vertreten. Da der Betrag, den Spotify pro Song an die Interpretinnen und Interpreten zahlt, sehr gering ist, kommt es auf die Masse an. Je öfter Sie die Liste streamen, umso mehr helfen Sie den Künstlerinnen und Künstlern!Lassen Sie die Playlist so oft wie möglich laufen, empfehlen Sie sie weiter und wenn Ihnen ein Lied besonders gefällt, kaufen Sie sich die Platte der Künstlerin oder des Künstlers.

Kreativ in der Krise! 100.000 Euro für dokumentarische Kurzformate

Nach dem unkonventionellen Weg, besonders Musikerinnen und Musiker zu unterstützen, haben wir noch eine Idee für Filmemacherinnen und Filmemacher – für diese ist die jetzige Lage besonders bitter. Der Mitteldeutsche Rundfunk stellt deswegen einen Sonderetat von 100.000 Euro für dokumentarische Kurzfilme bis 15 Minuten Länge bereit.

Einsendeschluss der Exposés ist Freitag, 27. März 2020, 00.00 Uhr. Und hier in diesem Artikel erfahren Sie alle Details.

Teilen Sie diesen Aufruf bitte, wenn sie mögen, an Ihre Freunde und Bekannte.

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Ideenwettbewerb


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Zum Abschluss: Künstler im Homeoffice

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Die kleine Aufführung hat mich sehr erfreut: Wie viele andere verbringen in der Corona-Krise auch Künstler den Großteil ihrer Zeit zu Hause. Ihre Spielstätten haben geschlossen – so auch das Anhaltische Theater Dessau, dem Tänzerin Nicole Luketić und Cellist Goncalo Silva angehören.

Hier streamen sie bei Facebook eine kleine Aufführung aus ihrem Homeoffice – der heimischen Küche.


Ich bedanke ich mich fürs Lesen und wünsche Ihnen einen erholsamen Abend.